Meisterkurse in China

Als Veranstalter von Kulturevents setzen wir uns seit Langem für die Förderung der Musikvermittlung auf internationaler Ebene ein. Regelmäßig organisieren wir, gemeinsam mit unseren chinesischen Partnern, Workshops und Meisterkurse für Jugendliche in China und pflegen eine langjährige Zusammenarbeit mit europäischen Musikpädagogen und Professoren von Musikhochschulen, hauptsächlich aus den Bereichen Chor- und Orchesterleitung. Die Reisen und Austauschprogramme in China ermöglichen es ihnen, neue Dimensionen für ihre Laufbahn in der Musikvermittlung zu erschließen. Es bietet sich natürlich auch die Gelegenheit, gleichzeitig viele interessante chinesische Städte zu besuchen.

Interessierte Musikpädagogen können sich gerne bei uns melden: info@volkskulturkreis.de 

Das Projekt „Conductor & Co.“ startet 2025/26 in China. Seien Sie dabei!

Hannes Kehl, Sänger, Chordirigent und Musikpädagoge, Beijing

Prof. Jörg-Hannes Hahn, 2025 in Hangzhou

Feedback von Herrn Nikolai Ott, Dirigent der Kantorei Karlshöhe

Im Frühjahr 2017 durfte ich auf Vermittlung des Volkskulturkreises e. V. nach Beijing reisen, um mit Chören und Chorleitern vor Ort zu arbeiten. Es war meine erste Asienreise, und so ganz allein am Flughafen habe ich mich schon gefragt, wie das wohl werden würde. In Beijing erwartete mich ein sehr aufgeschlossener und lieber Host, der alle meine Bedenken sofort zerstreut hat. Er hat mich dann ins Hotel gefahren, bevor er mich ein wenig durch einen Stadtteil geführt hat. Beijing ist einfach in jeder Hinsicht beeindruckend, eine Stadt der Superlative. Am zweiten Tag begann der Kurs, mein Host holte mich im Hotel ab und brachte mich in die Schule, wo ich jeden Tag etwa 3 Stunden mit einem Chor arbeiten konnte: vormittags ein Chor, nachmittags ein zweiter. Außer dem Chören waren etwa 15 Chorleiter von Schulen in Beijing als Kursteilnehmer anwesend. Jeder Chor brachte ein bis zwei Chorstücke mit, zu denen ich einige Anmerkungen und Tipps geben durfte, stimmlich, interpretatorisch und für die Chorleiter auch schlagtechnisch. Darunter waren bekannte Kompositionen von Fauré und Mendelssohn als auch popularmusikalische und folkloristische Literatur. Besonders hat mich das hohe Niveau der Schulchöre und auch der teilweise sehr jungen Korrepetitoren überrascht, das findet man in Deutschland sehr selten. Den ganzen Kurs hielt ich, wegen meiner nicht vorhandenen Chinesischkenntnisse auf Englisch und eine sehr fitte Dolmetscherin (selbst Schulmusikerin) übersetzte.
In der Mittagspause durfte ich mit der Rektorin der Schule, einigen Lehrern und offiziellen Vertretern essen, die Schule hatte dafür an allen drei Kurstagen ein herrliches Buffett organisiert. Gegen 16:00 Uhr war der Kurstag beendet, nach einer kurzen Pause im Hotel zeigte mir mein Host viele verschiedene Ort in Beijing, zum Beispiel den Platz des Himmlischen Friedens oder Downtown Beijing und organisierte für uns immer ein tolles Abendessen.
Ich denke sehr gerne an die Woche zurück und möchte das bei Gelegenheit gerne wiederholen, die chinesische Chorkultur so hautnah zu erleben war ein ganz besonderes Erlebnis. Ich habe (wieder neu) gelernt, dass sich Sorgen und Bedenken überhaupt nicht lohnen und dass Musik über Sprachgrenzen hinweg verbindet.

Nikolai Ott, Dirigent der Kantorei Karlshöhe

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